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Allein im Birkenwald – Übernachtung im Lavvu mit Wolle, Eisenpfanne und selbst geschnitztem Löffel

Es gibt Wälder, die ziehen einen sofort rein. Der Birkenwald gehört dazu: weiße Stämme, weiches Licht, weicher Boden. Ich habe gepackt und bin losgezogen, eine Nacht allein im Lavvu, kochen über offenem Feuer, nur Wolle und Canvas zwischen mir und dem Wetter. Löffel und Sitzgelegenheit habe ich zu Hause vergessen, aber dazu später mehr.

Aufbau des Lavvu-Gestänges
Aufbau des Lavvu-Gestänges

Lager aufschlagen zwischen den Birken
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Das Lavvu nimmt Form an
Das Lavvu nimmt Form an
Fertiges Lavvu zwischen den Birken
Fertiges Lavvu zwischen den Birken

Einen guten Platz zu finden ging schnell. Der Birkenwald bot ebenen Boden mit genug Raum für das Lavvu Tyr, ein klassisches Kegelzelt, das mit etwas Übung in wenigen Minuten steht. Eine Mittelstange, ein paar Heringe, fertig. Die konische Form kommt gut mit Wind zurecht, was sich in der Nacht noch als wichtig herausstellen sollte.

Dann das erste vergessene Teil: kein Hocker dabei. Also selbst bauen. Drei stabile Äste zusammengebunden und die Dreibein-Sitzfläche aus Canvas darübergespannt. Simpel, stabil, bequem. So ein kleiner Luxus macht einen großen Unterschied, wenn man stundenlang am Feuer sitzt.

Bohnenpfanne auf dem Campingkocher
Bohnenpfanne auf dem Campingkocher

Im Lavvu kam die Schafwollmatte FREYA als Bodenisolation zum Einsatz, darüber die armygrüne Wolldecke. Kein Schlafsack, keine Isomatte. Wolle wärmt auch feucht, und genau das würde ich vor dem Morgen noch zu schätzen lernen.

Kochen am Feuer – Chili-Bohnen mit Speck
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Fertige Bohnenpfanne
Fertige Bohnenpfanne
Kochen am Lagerplatz
Kochen am Lagerplatz

Zum Abendessen habe ich die Bushbox XL angeworfen und die Jägerpfanne aus Kohlenstoffstahl draufgesetzt. Der Plan: Chili-Bohnen mit Speck. Den Speck habe ich in der Pfanne ausgelassen, dann die Bohnen dazu, ordentlich gewürzt aus der Gewürztasche. Der Kleinkram lag griffbereit sortiert in der Organizer-Tasche.

Dann das zweite vergessene Teil: kein Löffel dabei. Statt direkt aus der Pfanne zu essen, habe ich ein Stück Holz genommen und einen Spatel geschnitzt. Nicht hübsch, aber als Löffelersatz hat er erstaunlich gut funktioniert.

Abendstimmung am Lager
Abendstimmung am Lager

Wind, Regen und der Morgen danach
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In der Nacht kamen Wind und leichter Regen. Das Lavvu hielt ohne Murren stand, die Kegelform leitet Böen ab und das Canvas hielt den Innenraum trocken. In Wolle eingewickelt lauschte ich dem Regen auf den Zeltwänden und schlief irgendwann ein.

Gemütlicher Abend am Lagerfeuer
Gemütlicher Abend am Lagerfeuer

Der Morgen im Birkenwald war still. Ich kroch aus dem Lavvu in kühle, feuchte Luft und machte Feuer für Cowboy-Kaffee: Kaffeepulver direkt ins kochende Wasser, setzen lassen, vorsichtig einschenken. Die einfachste Methode und draußen für mich die beste.

Zum Frühstück gab es gebackene Bohnen mit Spiegelei, in derselben Pfanne vom Vorabend. Der Kohlenstoffstahl hält die Hitze gleichmäßig und gibt allem eine leichte Kruste. Mit Kaffee in der Hand saß ich auf dem Dreibein-Hocker und habe den Morgen einfach laufen lassen.

Abbauen und los
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Nach dem Frühstück habe ich alles zusammengepackt. Das Lavvu ist genauso schnell abgebaut wie aufgebaut. Platz kontrolliert, nichts zurückgelassen, und raus aus dem Wald auf demselben Weg. Eine Nacht, zwei gute Mahlzeiten und ein selbst geschnitzter Spatel, der jetzt einen festen Platz in der Kochtasche hat.

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Wenn du die komplette Tour ansehen möchtest, findest du das Video hier: https://youtu.be/ZMZr4FBDAtE.