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Einfacher Solo-Overnighter: Lagerfeuer mit dem X-Fire 19 🔥🌲

Manchmal braucht es keinen großen Plan. Keine ambitionierte Route, keine extreme Wetterbewährung, keine neue Fähigkeit, die man sich aneignen will. Manchmal reicht eine Nacht allein im Wald, eine Plane über dem Kopf und Würstchen, die über offenem Feuer brutzeln. Genau darum ging es bei diesem Overnighter — alles einfach halten und jede Minute genießen.

Simon Hilke marschiert auf einem Waldweg beim Solo-Overnighter im Winter
Einmarsch in den Winterwald

Lager aufbauen
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Ich bin am Nachmittag losgezogen, den Tasmanian Tiger Pathfinder MKII für eine Nacht gepackt. Die Wettervorhersage war mild für Dezember — kalt genug, um den eigenen Atem zu sehen, aber kein Regen in Sicht. Trotzdem habe ich mein DD Tarp 3x3m als klassisches A-Frame zwischen zwei Bäume gespannt, darunter eine Bundeswehr-Elefantenhaut als Unterlage. Doppelt hält besser — ich mag ein trockenes Lager.

Feuerholz sägen mit der Silky Gomboy am Abend im Wald
Feuerholz sägen am Abend

Unter dem Tarp habe ich meine Exped Synmat UL Isomatte im Exped Mat Cover ausgerollt — dieses Cover ist eines dieser kleinen Upgrades, das wirklich einen Unterschied macht. Es hält die Matte sauber und bringt ein bisschen zusätzlichen Komfort. Darauf dann das Schlafsystem: der Carinthia TSS Inner zusammen mit dem Carinthia TSS Outer, beide in Multicam Black, verstaut im Carinthia Observer Plus Biwaksack. Übertrieben für die Temperaturen? Wahrscheinlich. Aber lieber zu warm als um drei Uhr morgens frierend wach liegen.

Feuerstahl schlagen – Zunder fängt die ersten Funken beim Buschlager
Feuer machen mit Feuerstahl und Zunder

Brennholz, Feuer und gutes Essen
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Als das Lager stand, habe ich mir die Silky Gomboy Outback 240 und die Hultafors HULTAN Trekkingaxt geschnappt, um stehendes Totholz zu verarbeiten. Es hat etwas zutiefst Befriedigendes, dieser Rhythmus aus Sägen und Spalten — kein Stress, keine Deadline, nur du und das Holz. Nach einer halben Stunde hatte ich einen ordentlichen Stapel, genug um das Feuer bis weit in die Nacht am Laufen zu halten.

Würstchen und Baked Beans grillen auf dem X-Fire 19 Feuerkorb
Würstchen und Bohnen auf dem X-Fire Grill
X-Fire 19 Feuerkorb mit lodernden Flammen im Wald
Der X-Fire 19 Feuerkorb in vollem Betrieb

Der eigentliche Hauptdarsteller dieser Tour war das X-FIRE 19. Falls ihr es noch nicht kennt: ein kompakter Feuertopf aus Edelstahl, der gleichzeitig als Grillplattform dient. Aufgebaut, Feuer entfacht, den Titan-Grillrost draufgelegt. Ein paar Bratwürste vom Metzger um die Ecke, langsam über der Glut gedreht — nichts Ausgefallenes, aber ehrlich gesagt eine der besten Mahlzeiten, die man draußen haben kann. Kein Restaurant der Welt kann mit Essen konkurrieren, das nach einem Nachmittag körperlicher Arbeit im Wald über dem Lagerfeuer zubereitet wird.

Während die Würstchen gegrillt haben, habe ich mir in meiner Bestargot Titan French Press einen starken Kaffee aufgebrüht. Mit dem bewährten Titanium Spork gegessen, mit Wasser aus meiner Nalgene Everyday Oasis nachgespült und einfach nur dagesessen und ins Feuer geschaut. Kein Handy, keine Ablenkung. Nur das Knistern der Flammen und der Wald ringsum.

Weniger machen, mehr erleben
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Ich glaube, wir verkomplizieren unsere Zeit in der Natur manchmal unnötig. Wir planen aufwendige Routen, kaufen die neueste Ausrüstung, jagen dem perfekten Foto hinterher. Aber die Touren, an die ich mich am meisten erinnere, sind oft die einfachsten. Ein Tarp, ein Feuer, eine gute Mahlzeit und Stille. Genau den Neustart habe ich gebraucht.

Simon Hilke trinkt Kaffee unter dem DD Tarp im herbstlichen Wald
Entspannter Morgen im Lager unter dem Tarp

Meine UF Pro Monsoon XT Gen.2 Regenjacke blieb im Rucksack, die UF Pro P-40 All-Terrain Hose war den ganzen Tag bequem, und meine Lowa Renegade GTX Mid Stiefel haben den Waldboden klaglos gemeistert. Alles hat funktioniert, nichts ist kaputtgegangen, nichts hat gefehlt. Das ist das Zeichen von gut abgestimmter Ausrüstung.

Frühstück beim Solo-Overnighter – Baked Beans, Wurst und Kaffee auf dem X-Fire 19
Frühstück im Freien: Baked Beans, Wurst und Kaffee

Ich bin früh in den Schlafsack gekrochen, habe den letzten Funken beim Knacken zugehört und wie ein Stein geschlafen. Aufgewacht bei kaltem, nebligem Morgen, mit tauben Fingern zusammengepackt und beim Rauswandern völlig aufgeladen gefühlt. Keine große Abenteuergeschichte — einfach eine gute Nacht im Wald. Und manchmal ist das mehr als genug.

Wenn du die komplette Tour ansehen möchtest, findest du das Video hier: https://youtu.be/obgYnK9JcEo.


 Author
Autor
Simon Hilke
Bushcraft, Outdoor und Lagerfeuerküche – mit Kappe im Wald.