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Nacht im Schiefersteinbruch: Hängematte mit Underquilt im Hunsrück

Der Bruch im Hunsrück wird nicht mehr abgebaut, aber leer ist er deshalb nicht. Große Bagger stehen im Gelände, die machen die Restarbeiten und schieben die Flächen für die Renaturierung zurecht. Ich bin am späten Nachmittag hoch auf eine Anhöhe am Rand des Schieferbruchs gelaufen, mit der Hängematte im Gepäck und ein paar Teilen, die ich zum ersten Mal draußen dabei hatte.

Person mit Rucksack steigt eine Halde aus Schiefergeröll hinauf
Aufstieg über die Schieferhalde

Ein Steinbruch, der zurückgegeben wird
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Schiefer bricht in flachen Platten, und das prägt das ganze Gelände. Überall liegen Bruchstücke herum, mal handtellergroß, mal so lang wie ein Unterarm. Für einen Bushcraft Overnighter ist das eine bequeme Ausgangslage. Der Untergrund brennt nicht, unter mir sitzt kein Humus, in dem sich Glut halten könnte, und Material für eine Feuerstellenumrandung liegt in beliebiger Menge herum.

Auf der Anhöhe stehen Birken und Buchen, dazwischen zieht sich Moos über die Kanten. Zwischen den Steinen wachsen Walderdbeeren, überall auf dem Bruch, und die haben mich später noch beschäftigt.

Die Crystal Bridge auf der Anhöhe
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Zwei Bäume mit dem richtigen Abstand waren schnell gefunden. Ich hänge die Crystal Bridge auf, eine Brückenhängematte von onewind. Zwei Spreizstangen halten den Stoff auseinander, dadurch liegt man flach statt in einer Kuhle. Wer schon mal mit steifem Rücken aus einer klassischen Hängematte gestiegen ist, weiß was das ausmacht. Das Mückennetz ist fest integriert und gehört zur Konstruktion dazu.

Aufgespannte Brückenhängematte mit Mückennetz zwischen zwei Bäumen
Die Crystal Bridge hängt zwischen zwei Bäumen am Rand der Halde

Baumgurte, Aufhängung einhängen, Höhe justieren. Nach ein paar Minuten stand das Schlafsystem.

Der Underquilt für die Nacht
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Auf der Anhöhe geht der Wind über die Kante, und nachts wurde es deutlich kühler. Genau da entscheidet sich, ob eine Hängemattennacht angenehm wird. Von unten drückt die Luft gegen den Stoff, und der Schlafsack unter dem Rücken ist zusammengedrückt und isoliert kaum noch. Deshalb kam der Bridge Hammock Underquilt mit.

Nahaufnahme eines olivgrünen Underquilts, mit Karabiner unter der Hängematte eingehängt
Der Underquilt hängt am Karabiner unter der Hängematte

Der hängt von außen unter der Hängematte, eingehängt an vier Karabinern. Mehr braucht es nicht. Kein Zugband-Gefummel, kein Nachjustieren im Dunkeln, und weil er speziell für Brückenhängematten geschnitten ist, sitzt er ohne Kältelücken an den Enden.

Kaffee und Walderdbeeren
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Bis zum Feuer war noch Zeit, also erstmal Kaffee auf dem Trangia. Beim Warten habe ich angefangen, Walderdbeeren zu sammeln, die zwischen den Schieferplatten wachsen. Sie sind winzig, und man braucht eine Weile für eine Handvoll. Der Geschmack ist dafür um Längen intensiver als bei allem, was aus dem Supermarkt kommt.

Walderdbeeren zwischen den Farnen
Walderdbeeren zwischen den Farnen
Kaffeepause vor der Hängematte
Kaffeepause vor der Hängematte

Totholz, Späne und Feuerstahl
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Für das Feuer habe ich mir ein paar flache Platten geholt und daraus einen Ring gelegt. Holz kam von stehendem Totholz am Rand des Geländes, abgesägt und mitgenommen. Dead standing ist trocken bis in den Kern, auch wenn es vorher geregnet hat.

Person zieht einen abgestorbenen Birkenstamm aus dem Unterholz
Stehendes Totholz am Rand des Geländes

Anschließend viel Batoning, um an das trockene Innere zu kommen. Aus einem der gespaltenen Stücke habe ich mit dem Kurpfalz Outdoor Messer feine Späne abgeschnitten. Die Klinge zieht sauber durch und lässt sich dabei gut kontrollieren, was bei dünnen Spänen der eigentliche Punkt ist.

Ast auf dem Schiefer ablängen
Ast auf dem Schiefer ablängen
Batoning mit dem Kurpfalz Messer
Batoning mit dem Kurpfalz Messer

Gesammelt habe ich die Späne im Lederbehälter von Nordic Wolf. Das Ding hat sich als überraschend praktisch herausgestellt: Späne rein, Funken vom Feuerstahl direkt hinein, brennen lassen und dann als Ganzes über der Feuerstelle auskippen. Kein Nachlegen von einzelnen Spänen, kein Hantieren mit brennendem Zunder in der Hand.

Späne im Lederbehälter, daneben Messer und Handschuhe
Späne im Lederbehälter, daneben Messer und Handschuhe
Die Späne brennen im Lederbehälter
Die Späne brennen im Lederbehälter

Kartoffeln im Billy Pot, Steak in der Eisenpfanne
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Über dem Feuer stand der Pfannenknecht von Nordic Wolf. Er besteht aus drei Rundstangen und drei flachen Metallstäben in derselben Länge, die zusammengeschraubt werden. Zerlegt passt er in jede Tasche, aufgebaut trägt er problemlos einen vollen Topf. Mit dem Code KAPPE sparst du 10 % im Nordic Wolf Shop.

Kartoffeln im Billy Pot über dem Feuer
Kartoffeln im Billy Pot über dem Feuer
Steak und Tomaten in der Eisenpfanne
Steak und Tomaten in der Eisenpfanne

Zuerst kamen die Kartoffeln dran, im großen Edelstahltopf, dem Billy Pot von Fire Maple. Große Pellkartoffeln direkt über dem Lagerfeuer gekocht, das dauert seine Zeit, aber die hatte ich. Danach kam die Jägerpfanne auf den Pfannenknecht. Über offener Glut speichert so eine Eisenpfanne die Hitze und gibt sie gleichmäßig ab, das Fleisch bekommt Kruste statt Flecken. Steak, Tomaten und Zwiebeln aus der Pfanne, dazu die Kartoffeln mit Quark.

Morgens auf dem Steinbruch
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Die Nacht war ruhig, kein Regen, nur Wind über der Kante. Morgens noch mal Feuer für den Kaffee. Gefrühstückt habe ich die restlichen Kartoffeln vom Vorabend, kalt, wieder mit Quark.

Morgenlicht über der Hängematte
Morgenlicht über der Hängematte
Morgens an der Hängematte
Morgens an der Hängematte
Blick von der Anhöhe über den Bruch
Blick von der Anhöhe über den Bruch
Kalte Kartoffeln mit Quark auf der Schieferplatte
Kalte Kartoffeln mit Quark auf der Schieferplatte

Danach Abbau. Am Ende war auf der Anhöhe nichts mehr zu sehen, und bei einem Gelände, das gerade renaturiert wird, ist das die Grundvoraussetzung dafür, dass man wiederkommen darf.