Schon beim Ankommen im Wald war klar: Das wird kein hektischer Trip, sondern ein ruhiges Camp mit Fokus auf Bushcraft, gutes Essen und sauberes Arbeiten im Gelände. Wir waren zu dritt unterwegs und wollten ein klassisches Canvas-Setup aufbauen, bei dem jedes Zelt seinen eigenen Charakter zeigt. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz aus: draußen sein, Schritt für Schritt arbeiten und den Tag bewusst erleben.

Ankommen im Wald und das Camp aufbauen#


Für unser Lager hatten wir drei sehr unterschiedliche Unterkünfte dabei: das Raido als kompaktes 2-Personen-Zelt sowie die beiden Lavvus Loki und Tyr. Beim Aufbau merkt man schnell, wie sehr Material und Form den Ablauf beeinflussen. Das Raido steht zügig und bietet einen geschützten Rückzugsort, während Loki und Tyr diese typische Lavvu-Atmosphäre schaffen, die ein Camp sofort gemütlich wirken lässt.

Wir haben uns bewusst Zeit gelassen, die Flächen sauber auszuwählen und die Zelte ordentlich auszurichten. Für mich gehört das zu echtem Bushcraft dazu: nicht einfach nur irgendetwas hinstellen, sondern die Umgebung lesen, den Boden respektieren und das Camp so setzen, dass es stabil und sinnvoll ist. Gerade im Wald ist ein durchdachter Aufbau oft der Unterschied zwischen entspanntem Abend und unnötigem Nachjustieren.
Feuerholz, Feuerstelle und Kochen am Lagerfeuer#


Nach dem Aufbau ging es an die nächste Kernaufgabe: Feuerholz sammeln und eine sichere Feuerstelle aus Steinen vorbereiten. Dabei war die Spannsäge ein verlässliches Werkzeug, weil wir damit zügig auf passende Längen kamen, ohne unnötig viel Kraft zu verschwenden. Sobald genug Holz lag, stand der Fokus auf einem stabilen, kontrollierbaren Feuer.
Abends wurde dann gekocht – genau so, wie ich es draußen am liebsten mag: einfach, deftig und direkt über der Glut. In der Jägerpfanne aus Carbonstahl kamen Steaks, dazu Pfefferbutter, angebratene Paprika und Ofenkartoffeln mit Quark. Gewürze hatten wir in der Gewürztasche griffbereit, was beim Kochen im Camp enorm hilft, weil man nicht ständig in Taschen suchen muss.
Solche Momente sind für mich der Kern von Outdoor-Touren: wenig Lärm, klare Abläufe, gutes Essen und die Wärme vom Lagerfeuer. Man merkt, wie schnell man in einen anderen Rhythmus kommt, wenn der Tag nicht von Terminen, sondern von Licht, Wetter und Feuerholz bestimmt wird.

Ruhiger Morgen, kräftiges Frühstück und geordneter Abbau#
Am nächsten Morgen lief das Feuer über den X-Fire 19, was das Nachlegen und die Hitzeverteilung sehr angenehm gemacht hat. In der Pfanne landeten Speck, Kartoffeln und Eier – ein simples Frühstück, das draußen immer besser schmeckt als zuhause. Vielleicht liegt es an der kalten Luft, vielleicht an der Arbeit davor, wahrscheinlich an beidem.

Danach begann der Teil, der oft unterschätzt wird: sauber abbauen. Gerade hier zeigt sich, ob man Leave No Trace ernst nimmt oder nur darüber redet. Wir haben den Platz vollständig kontrolliert, Restmaterial aufgenommen, die Feuerstelle zurückgebaut und alles so hinterlassen, wie wir es selbst vorfinden möchten.
Für mich ist genau das ein wichtiger Bestandteil von Bushcraft: nicht nur draußen klarkommen, sondern Verantwortung für den Ort übernehmen. Ein gutes Camp endet nicht mit dem Frühstück, sondern mit einem Gelände, das keine unnötigen Spuren trägt.





Weitere Eindrücke aus dem Lavvu-Camp im Wald
Wer solche Touren mag, kennt das Gefühl: Man fährt müde zurück, aber mit klarem Kopf. Das Zusammenspiel aus Aufbau, Feuer, Essen und Rückbau erdet. Und jedes Camp zeigt wieder, dass gute Ausrüstung nicht alles ist – aber die richtigen, robusten Tools machen vieles einfacher und zuverlässiger.
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