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Übernachtung im Moos – Kochen und Campen mit dem Carinthia Observer als Biwaksack

Es gibt Plätze im Wald, da bleibt man einfach stehen und staunt. Eine weite Lichtung, bedeckt mit dickem, federndem Moos, umgeben von hohen Kiefern, die das Licht in weiche grüne Säulen filtern. Genau so einen Platz haben mein Bushcraft-Kumpel Flo (@fitdad_flow85) und ich auf diesem Overnighter gefunden. Wir hatten beide dasselbe Shelter dabei, und trotzdem sahen unsere Setups völlig unterschiedlich aus.

Zwei Bushcrafter trinken aus Bechern auf dem moosigen Waldboden
Zwei Bushcrafter trinken aus Bechern auf dem moosigen Waldboden

Lager aufschlagen auf dem Waldboden
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Die Isomatte wird in den Carinthia Observer geschoben
Die Isomatte wird in den Carinthia Observer geschoben
Gemüse schneiden am Lagerfeuer: Zucchini, Lauch und Paprika auf dem Schneidebrett
Gemüse schneiden am Lagerfeuer: Zucchini, Lauch und Paprika auf dem Schneidebrett

Flo hat an diesem Abend seinen brandneuen Carinthia Observer Plus eingeweiht, mit Gestänge, komplett aufgebaut als richtiges Biwakzelt. Ich dagegen hatte meine Stangen zu Hause vergessen. Also wurde meiner kurzerhand zum reinen Biwaksack: Isomatte rein, Reißverschluss zu, fertig. Und ehrlich gesagt hat das hervorragend funktioniert. Das Moos darunter war so weich, dass ich kein Gramm Extra-Aufbau vermisst habe.

Frisches Gemüse brutzelt in der Pfanne über dem offenen Feuer
Frisches Gemüse brutzelt in der Pfanne über dem offenen Feuer

Wir haben unsere Plätze ein paar Meter voneinander entfernt gewählt, die Isomatten ausgerollt und kurz die Stille genossen. Keine Wege in der Nähe, kein Straßenlärm, nur ab und zu ein Vogelruf und das Knarzen der Kiefernstämme im Wind. Flo und ich waren uns einig: einer der besten Lagerplätze, die wir seit Langem gefunden hatten.

Steaks, Gemüse und Glühwein am Feuer
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Zwei Steaks braten mit Knoblauch in der Pfanne über der Glut
Zwei Steaks braten mit Knoblauch in der Pfanne über der Glut
Das fertige Steak wird auf dem Schneidebrett aufgeschnitten und gesalzen
Das fertige Steak wird auf dem Schneidebrett aufgeschnitten und gesalzen

Als das Camp stand, kam der wichtige Teil: das Abendessen. Ich habe den X-Fire 19 Feuerkorb aufgestellt und ein ordentliches Feuer entfacht. Der X-Fire hebt das Feuer vom Boden und erzeugt ein konzentriertes Glutbett genau dort, wo man es braucht. Mit dem Feuerblasrohr hatte ich die Glut in kürzester Zeit auf gleichmäßige Temperatur gebracht.

Der Biwaksack im nebligen Morgenlicht zwischen den Kiefern
Der Biwaksack im nebligen Morgenlicht zwischen den Kiefern

Während die Glut sich setzte, habe ich angefangen vorzubereiten: Zucchini, Lauch, Paprika, alles direkt neben dem Feuer auf dem Schneidebrett zerkleinert. Das Gemüse kam zuerst in die Jägerpfanne und brutzelte in etwas Öl über der offenen Flamme. Der Kohlenstoffstahl hält die Hitze und gibt allem eine ordentliche Röstung. Als das Gemüse schöne Farbe hatte, habe ich es beiseitegestellt und zwei dicke Steaks mit Knoblauch in dieselbe Pfanne gelegt. Allein das Geräusch war den Marsch wert. Ein paar Minuten pro Seite, dann Ruhen auf dem Brett mit einer Prise grobem Salz. Einfach, rustikal und richtig gut.

Wir haben auf Baumstämmen neben dem Feuer gegessen, die Steaks mit dem Messer geschnitten und das Gemüse direkt aus der Pfanne geteilt. Flo hatte Glühwein mitgebracht, den wir in einem Topf über der restlichen Glut erwärmt haben. Es gibt wenig Besseres, als an einem kalten Abend heißen Gewürzwein neben einem knisternden Feuer zu trinken, während der Wald um einen herum dunkel wird.

Nacht im Wald: Schlafen im Biwaksack auf dem Waldboden
Nacht im Wald: Schlafen im Biwaksack auf dem Waldboden

Morgennebel und der stille Rückweg
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Im Observer-Biwaksack habe ich überraschend gut geschlafen. Das Moos gab ein sanftes Polster, und die Nacht blieb trocken. Im Morgennebel aufwachen, der zwischen den Kiefern hindurchzieht, noch eingepackt im Biwak mit nur dem Gesicht draußen: Dieses Gefühl gibt es drinnen nicht. Flo war schon wach und saß neben der kalten Feuerstelle.

Wir haben langsam zusammengepackt und den Platz genau so hinterlassen, wie wir ihn vorgefunden hatten. Dann ging es durch den nebligen Morgenwald zurück. Gute Gesellschaft, ein solides Shelter, eine warme Mahlzeit und ein ruhiger Platz im Wald. Mehr brauchte es an diesem Wochenende nicht.