Manche Nächte draußen bleiben einfach hängen. In einer mittelalterlichen Burgruine schlafen, nichts als ein Biwaksack zwischen dir und dem Winterhimmel, umgeben von Leuten, die dieselbe stille Begeisterung fürs Draußensein teilen: So eine Nacht hinterlässt Spuren.

Anfang 2025 traf sich eine Gruppe Outdoor-Begeisterter auf der Schmidtburg im Hunsrück zum Winterbiwak. Keine Zelte, kein Komfort. Jeder hatte einen Biwaksack dabei, manche noch ein Tarp, und jeder suchte sich eine Ecke der alten Burgruine für die Nacht. Die Idee war simpel: gemeinsam eine Winternacht an einem geschichtsträchtigen Ort verbringen, gut essen, gute Geschichten hören und schauen, was die Kälte so bringt.


Fackelwanderung und Lagerfeuer-Abend#

Der Abend begann am Schwenkgrill: Wurst, Fleisch, Kartoffeln mit Quark. Ordentlicher Brennstoff für eine kalte Nacht. Nach dem Essen führte Michael die Gruppe bei einer Fackelwanderung durch die Ruine. Im flackernden Feuerschein durch bröckelnde Mauern und Torbögen laufen und dabei die jahrhundertealte Geschichte der Burg erzählt bekommen: Das kann kein Museum ersetzen. Michael kennt den Hunsrück wie seine Westentasche, und seine Geschichten über die Schmidtburg gaben dem Abend eine eigene Tiefe.
Später versammelte sich die Gruppe am Lagerfeuer. Die Gespräche wanderten von Ausrüstungstipps über Tourenempfehlungen bis zu persönlichen Geschichten, dazu ein Bierchen und das ruhige Lachen, das nur entsteht, wenn Leute wirklich entspannt beieinander sitzen.


Organisiert hatte das Ganze Claus, der sich um Logistik und Koordination kümmerte, während Sebastian das Treffen mit beeindruckenden Drohnenaufnahmen von oben festhielt.

Aufwachen in einer verschneiten Ruine#
In der Nacht setzte Schneefall ein. Niemand hatte damit gerechnet, beschwert hat sich auch niemand. Am Morgen war die gesamte Burgruine weiß überzogen, Mauern, Bögen, Steine, alles unter einer dünnen Schicht frischem Schnee. Es sah aus wie gemalt.

Das Frühstück passte zur Kulisse: Kartoffeln mit Speck und Eiern, direkt in der Ruine zubereitet. Einfach, deftig, genau das Richtige nach einer Nacht bei Minusgraden mit nichts als einer dünnen Stoffschicht über dem Kopf. Dazu die kalte Luft, das Knirschen von Schnee unter den Stiefeln und der Geruch von Speck.
Danke an die Crew#
Großer Dank an alle, die dabei waren und dieses Treffen zu dem gemacht haben, was es war. An Michael für das Essen und die Geschichtsstunden, an Claus dafür, dass er alles zusammengebracht hat, und an Sebastian für die grandiosen Luftaufnahmen. Beim nächsten Winterbiwak bin ich wieder dabei.
Wenn du die komplette Tour ansehen möchtest, findest du das Video hier: https://youtu.be/eNXMcWf_3DE.
